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Jacken
Die 1950er Jahre waren ein Jahrzehnt des Umbruchs. Zum ersten Mal in der Geschichte begehrte die Jugend massiv gegen die steifen Konventionen der Elterngeneration auf. Angetrieben vom wilden, neuen Sound des Rock ’n’ Roll entstand eine vitale Subkultur: die Rockabilly-Szene. Neben Pomade im Haar und schnellen Autos war es vor allem die Mode, die dieses Lebensgefühl ausdrückte. Viele Männer tauschten den spießigen Nachkriegs-Anzug gegen Outfits, die maskulin, rebellisch und extrem lässig wirkten. Das Herzstück dieses Looks war die Jacke.
Die Collegejacke
Ursprünglich an den amerikanischen Elite-Universitäten als Auszeichnung für erfolgreiche Sportler erfunden, entwickelte sich die Collegejacke – das Varsity Jacket – in den 50er Jahren zum absoluten Traum-Kleidungsstück amerikanischer Teenager. In der Rockabilly-Szene steht sie für den unbeschwerten, nostalgischen High-School-Vibe: jugendlich, sportlich und extrem nahbar.
Die Harrington Jacke
Wer es etwas schlichter, aber kein bisschen weniger legendär wollte, griff zur Harrington Jacke. Eigentlich als wetterfeste Golfjacke gedacht, mutierte sie in den USA zum Symbol der rebellischen, missverstandenen Jugend. Spätestens als James Dean sie 1955 in „Denn sie wissen nicht, was sie tun“ in leuchtendem Rot trug, war ihr Kultstatus besiegelt. Die Harrington ist die perfekte Brücke zwischen elegant und rebellisch – unangestrengt cool und gern getragen als leichtere Alternative im Frühjahr oder Sommer.
Die Lederjacke
Wenn es eine Jacke gibt, die das Wort Rebellion förmlich atmet, dann ist es die schwarze Lederjacke. Inspiriert von den Fliegerjacken des Militärs und den aufkommenden Motorrad-Gangs – wie im Film „Der Wilde“ mit Marlon Brando von 1953 – wurde sie zum Uniformteil der Greaser, den handfesten Rock-’n’-Roll-Fans. Wild, gefährlich und absolut kompromisslos: Die Lederjacke ist das Nonplusultra der Rockabilly- und Rocker-Kultur.
Alle drei Styles haben die Zeit überdauert. Sie lassen sich auch heute noch perfekt in eine moderne Garderobe integrieren und bringen sofort eine gehörige Portion Charakter und Rock-’n’-Roll-Attitüde in den Alltag.