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Herrenschuhe
Ein perfektes Outfit steht und fällt mit den Schuhen. In der Mitte des 20. Jahrhunderts galt diese Moderegel für Männer mehr denn je. Die Reise der Herrenschuhe durch die 1940er und 1950er Jahre ist faszinierend: Sie führt von robuster Zweckmäßigkeit direkt hinein in die wilde, tanzbare Ära des Rock ’n’ Roll.
Die 1940er: robuste Klassiker
Oxford und Derby – klassische Schnürschuhe aus schwerem, dunklem Rindsleder, meist in Schwarz oder Braun – blieben der Standard für das Büro und formelle Anlässe. Sie mussten jahrelang halten und wurden akribisch gepflegt. In der zweiten Hälfte der 40er wurden Brogues mit ihren Lochverzierungen extrem populär. Das absolute Highlight der späten 40er waren jedoch die Spectator Shoes: zweifarbige Schuhe, oft eine Kombination aus weißem Canvas und braunem oder schwarzem Leder. Sie verpassten dem klassischen Look sofort einen Hauch von Hollywood-Glamour und Jazz-Flair.
Die 1950er: Komfort und Rebellion
Mit dem Wirtschaftswunder der 1950er Jahre änderte sich alles. Schuhe wurden erschwinglicher, die Designs mutiger, und die Jugendkultur forderte ihre ganz eigenen Trends ein. Der wohl prägendste Schuh des Jahrzehnts war der Penny Loafer. Getragen wurde er lässig zur Chino-Hose und zu weißen Socken – damals ein modischer Geniestreich der Jugend.
Brothel Creepers
Abseits der adretten College-Mode zeigten sich die ersten echten Jugendrebellionen der 50er auch an den Füßen. Die Brothel Creepers mit ihrer extrem dicken, markanten Kreppsohle wurden ursprünglich von Soldaten getragen, fanden aber schnell den Weg in die Londoner Teddy-Boy-Szene und die Rockabilly-Kultur. Sie waren perfekt, um auf den Tanzflächen zum neuen Rock ’n’ Roll zu grooven.