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Hemden
Die Herrenmode der 1950er Jahre war geprägt vom Kontrast zwischen gesellschaftlicher Anpassung und aufkommender jugendlicher Rebellion. Dank neuer synthetischer Stoffe wie Nylon und Polyester wurden Hemden pflegeleichter, während Hollywood und die Rock’n’Roll-Kultur die Freizeitmode revolutionierten.
Bowlinghemden (The Bowling Shirt)
Das Bowlinghemd entwickelte sich in den 50ern vom reinen Sportkleidungsstück zum absoluten Freizeitfavoriten – Bowling war in dieser Ära ein massiver Breitensport. Möglich waren unzählige Farbvarianten sowie Stickereien und Muster in den typischen „Panels“. Die Stoffe (meist Gabardine, Polyester oder Viskose) fielen weich und boten maximale Bewegungsfreiheit.
Hawaii-Hemden (The Aloha Shirt)
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs brachten heimkehrende Soldaten die farbenfrohen Hemden von den pazifischen Inseln mit auf das amerikanische Festland. Als Hawaii 1959 offiziell zum US-Bundesstaat wurde, erreichte der Hype seinen Höhepunkt – befeuert durch prominente Träger wie Harry S. Truman oder Elvis Presley. Die Muster waren bunt und bildgewaltig: Palmen, tropische Blumen, Surfbretter, Südsee-Landschaften und polynesische Motive.
Worker-Hemden (The Work Shirt)
Für die arbeitende Klasse und im Handwerk blieb das Worker-Hemd das verlässliche Kleidungsstück der Wahl: funktional, robust, ein Spiegel des industriellen Aufschwungs der Nachkriegszeit. Durch die aufkommende Greaser-Subkultur und Ikonen wie James Dean wurde es zum modischen Statement der rebellischen Jugend.